Donnerstag, 30. April 2015

12 Tops Challenge April

Bei mir entsteht ein neues Kleidungssück meistens, weil zuerst ein Stoff zu mir spricht. Ganz selten ist es umgekehrt und ich habe zuerst ein Schnittmuster, zu dem ich dann den passenden Schnitt suche. Diesmal war es also wieder so (Achtung, ich hole etwas weiter aus): Wer mich kennt, der weiß, dass ich besonders kindliche Kinderstoffe nicht so gern mag. Vor ungefähr 6 Jahren, ich weiß nicht mehr, ob das vor oder nach der Geburt des großen Kindes war, stieß ich bei Karstadt auf einen schönen zarten gemusterten Batiststoff und nahm einen Meter mit, denn daraus könnte man sicher was Hübsches für ein kleines Mädchen machen. Dann vergaß ich den Stoff. Er kam zwar immer mal wieder zum Vorschein, wurde gestreichelt ("ah stimmt, daraus wolltest du doch...").


Eines Tages sah ich ihn wieder in meinem Schrank und dachte "Du bist doch blöd, das ist doch kein Kinderstoff, das ist DEIN Stoff! Wieso zum Henker hast du nur einen Meter gekauft?!" Also was macht man aus einem Meter? Schon mal nichts mit langen Ärmeln, soviel war klar. Ungefähr ein Jahr lang hielt ich die Augen offen, ob mir ein geeigneter Schnitt über den Weg läuft. Nichts lief, aber vor meinem inneren Auge entstand lansam so ein Bild von einem Ärmellosen Oberteil mit Falten am Ausschnitt. Ich war mir sicher, schon mehrere solcher Schnitte gesehen zu haben. Gefunden habe ich aber keinen. Dann kommentierte Malou zu meinem Schluppentop  (119 aus Burda 2/2008), dass sie dieses Top schon mal ohne die Schluppe genäht habe. Während ich überlegte, wie denn das aussehen könnte, fiel mir ein, dass die Mehrweite am Ausschnitt oben eingehalten wird. Hm, könnte man genauso gut in Falten legen. Klitzekleiner Beleg dran, fertig. Zumindest wußte ich ja schonmal, wie das Top so von der Form her ist und dass es mir gut passt. Und so kam es letztendlich zu diesem Top:


 Extra für Sylvia möchte ich nochmal betonen, es gibt also jetzt einen Schnitt, den ich schon 3 mal (drei mal!) genäht habe. Ich kann es also doch! Ha! Und ich habe sogar einen schnelles Probeteil aus einem riesengrößen Herrenhemd genäht, dessen Stoff einen ähnlichen Fall hatte, nur um zu sehen, wie ich die Falten anordne.


Ich muss ehrlich gestehen, so hundertprozent zufrieden bin ich nicht. Das kommt leider öfters vor, wenn Stoffe zu mir sprechen, ich sollte nicht auf diese Dinger hören, die wollen halt immer alles bestimmen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich langsam genug vom Nähen von Kombigarderobe habe. Ich will wieder Kleider nähen! Ein paar Ideen für die nächsten Monate der 12 Tops Challenge habe ich aber trotzdem noch. Dort verlinke ich mich jetzt und freue mich schon auf die Oberteile der anderen.

Mittwoch, 8. April 2015

MeMadeMittwoch Nr. 50, (ohne) Frühlingserwachen


Zu mehreren gemusterten Frühlings-/Sommer-Oberteilen brauche ich einen einfachen Rock. Den Schnitt 104 aus der Burda 2/2010 wollte ich mal probieren. Ich liebe ja Bleistiftröcke, aber sie sind nicht wirklich alltagstauglich (außer vielleicht aus Romanit). A-Linien-Röcke sind mir meist zu weit ausgestellt. Dieser Schnitt schien mir eine gute Mischung zu sein. Ich habe ihn verlängert und gefüttert.


Ein bisschen langweilig sieht er ja aus, aber ich wollte eben ein Kombi-Talent. Den dunkelblauen Stoff habe ich als Wollmischung in Erinnerung, wenn er aber eine Weile liegt, bekommt er Falten. Also keine Ahnung, er war schon lange in meinem Lager. Um wenigstens einen klitzekleinen Hingucker zu bekommen, habe ich die Tascheneingriffe mit Bobbin-Stickerei abgesteppt. Dazu habe ich von Muttern geerbtes silbergrau-glänzendes Handstickgarn auf eine Unterfadenspule gewickelt und ganz normal gesteppt. Die besondere Optik entsteht dann auf der Unterseite, also muss der Oberstoff beim Absteppen unten sein.



Hier noch meine inzwischen obligatorischen Kombi-Beweis-Fotos:


Auf dem MeMadeMittwoch-Blog sieht Monika heute schon sehr frühlingshaft aus. Leider ist das Wetter heute hier eher herbstlich, aber morgen soll es besser werden.

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