Mittwoch, 26. Februar 2014

MeMadeMittwoch Nr. 38 im Tellerrock


So, jetzt habe ich auch einen. Ich hatte schon mal erwähnt, dass ich mir einen Tellerrock zu einem Strickjacken-Projekt nähen will. Im letzten Jahr schon zugeschnitten, ist er jetzt endlich fertig. Was ich von der Jacke nicht sagen kann, die habe ich immer noch nicht angefangen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, wenn der Frühling kommt, habe ich keine Lust mehr auf Strickjacken.

Die Blumen am Shirt sind zufällig aus dem Rockstoff, das fiel mir erst wieder ein, als ich sah, dass beim Stoff mehrere Kreise ausgeschnitten waren.

Es handelt sich um einen ganzen Teller aus einem ziemlich festen Baumwollstoff aus meinem Lager. Das Punkte-Schrägband ist von Stoff und Stil. Der Rock ist gefüttert und ursprünglich wollte ich als Abschluss einen Tüllstreifen an das Futter nähen, aber der Tüll klebt so an den Beinen, dass ich ihn weglassen musste.

Was trägt man eigentlich über'm Tellerrock? Ich hätte da ein Jacken-/Mantel-Problem. Diese ca. 15 Jahre alte Jacke war das einzige, was zu der Silhouette passt.

Für meinen Geschmack steht der Rock aber weit genug ab, er raschelt auch beim gehen. Ich weiß, dass das für viele ein tolles Gefühl ist, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob mir das gefällt. Ich schätze, ich werde nochmal einen halben Teller probieren, um zu sehen, ob das eher meins ist.


Gefallen hat mir aber, dass man ohne Schnitt etwas schönes zustande kriegen kann.

Hier geht es zu den anderen MMM-Teilnehmerinnen.

Montag, 24. Februar 2014

Geburtstags-Shirt und -Rock

Schon längst wollte ich ja mal die Sachen zeigen, die ich der großen Tochter zum Geburtstag genäht hatte. Sie will sich aber nie fotografieren lassen, wenn ich das will :-( Also gibts die Sachen heute auf dem Boden liegend.


Ein Schnappschuss in Aktion, mehr ist leider nicht drin.
Für das Shirt habe ich wieder den Raglan-Schnitt genommen, nur habe ich diesmal die Ärmel schmaler und kürzer gemacht. Der Rip-/Stretch-Jersey ist von Stoff und Stil. Den habe ich zum ersten Mal probiert. Er behält sehr schön die Form, ist stabil und doch elastisch. Kann ich mir auch sehr gut für mich vorstellen ;-) Die Motive (hab ich mir selbst ausgedacht) sind nach bewährter Methode mit Textilfarbe aufschabloniert.


Der Tüll für den Rock ist auch von Stoff und Stil. Im Katalog war eine ähnliche Shirt-Rock-Kombination abgebildet, da habe ich mich inspirieren lassen. Der Schnitt ist Rimpsukka aus der Ottobre 6/2011. Leider hatte ich nur noch einen Rest Futterstoff, der jetzt durchscheint, so dass es aussieht, als hätte der Rock vier Stufen.

Letzten Freitag war ich bei der Stofftauschparty der Dresdner Nähblogger und habe aus unerfindlichen Gründen mehrere Kinderstoffe mit nach Hause genommen. Jetzt Muss ich die wohl vernähen, bevor die Mädels 12 sind :-D Ein herzliches Dankeschön nochmal an Anja, da habe ich ja echt abgestaubt! Auch von Frauenoberbekleidung habe ich einen niedlichen Stoff bekommen und mit Cathlyn de Burga habe ich auch getauscht. Vielen Dank! Meine Kleine war ja etwas durcheinander bei so vielen fremden Gesichtern, was mich ja auch nicht gerade entspannen ließ. Kaum waren wir wieder zu Hause, war sie super drauf und ich habe vorher noch nie erlebt, dass sie sich so gefreut hat, ihre große Schwester wiederzusehen.

Montag, 3. Februar 2014

Prinzessinnen-Geburtstag, Teil 2

Sooo, die Schlafzimmer-Vorhänge sind fertig genäht! Jetzt kann ich endlich einen großen Haken auf meiner Liste machen und hier weiter schreiben. Ich wollte ja ein bisschen den fünften Geburtstag dokumentieren. Heute gehts um das eigentlich Wichtige, die Inhalte sozusagen.

Als wir mit den Mädels bei Muffins, Keksen und Apfelschorle/Kakao saßen, erzählte mein Mann so nebenbei, dass sich fünf Prinzen angekündigt hätten, weil sie gehört hatten, dass heute fünf Prinzessinnen Geburtstag feiern würden. Obwohl noch ein bisschen schüchtern, wurden die Mädels schon ein wenig hibbelig. Dann hieß es aber erstmal Kröchen basteln. Im Netz fand ich diese Vorlage, habe sie aber ein wenig angepasst. Ausgeschnitten habe ich die Kronen schon vorher, die Mädels mussten sie nur verzieren. Hier kamen wieder die Masking Tapes zum Einsatz und Strass zum Aufkleben. Diese "Edelstein-Mischung" hat im lokalen Supermarkt übrigens nur ein Viertel von der im Bastelladen gekostet. Mit einfachem Bastelkleber hielt alles super. Nur zwei der Damen wollten wirklich ein Krönchen, die anderen lieber ein Diadem. Kein Problem, mit der Vario-Zange kann man zum Glück nicht nur Druckknöpfe einsetzen, sondern auch Löcher stanzen, wohin man will :-)


Dann bekam der Papa einen Anruf. Die Prinzen seien jetzt da, sie warteten im Gästezimmer. Jetzt waren die Mädels nicht mehr zu halten und stürmten los. Aber da war niemand. Nur fünf Frösche und ein Brief.


Sie seien verzaubert worden. Deshalb sollen sich die Prinzessinnen bitte um den Schatz der Prinzen kümmern. Eine glänzende Kugel (eine goldene hatten wir nicht) und ein Brunnen wurden erwähnt. Frage an die Tochter: Gibt's hier einen Brunnen? Äh...? Na wie heißt denn dieses Ding, aus dem im Sommer das "Stinkewasser" zum Blumen gießen kommt? Richtig, die Regenwasser-Zisterne.


Dort fand sich tatsächlich eine Kugel mit einem kleinen Schlüssel drin, ein Löffel und ein weiterer Zettel: Die Kugel sollte im Staffellauf auf dem Löffel (aka "Eierlaufen") bis zum "Rutschenschloß" transportiert werden.


Aber auch im "Schloß" gab es keinen Schatz, nur wieder einen Brief, der die Damen über die Rutsche zum Kirschbaum schickte. Dort sollten Teile eines Puzzles gefunden werden.


Also kletterte jede einmal die Strickleiter hinauf und angelte sich je ein Puzzle-Teil. Wieder auf dem Boden, wurde das Puzzle zusammengelegt. Es zeigt die nächste Aufgabe: Dosenwerfen.


In den ehemaligen Müsli-Dosen steckte jeweils eine kleine Süßigkeit und in einer ein weiterer Zettel: Man war dem Zauberer schon dicht auf den Fersen und sollte ihm mit Riesen-Ski zur Alten Eiche folgen. Gedacht war, dass sich alle Mädels hintereinander auf zwei Latten (übrig von einem Regal vom Möbelschweden) stellen, in "Skibindungen" aus Kabelbindern. Und dann synchron loslaufen.


Allerdings hielten die Kabelbinder den Temperaturen (-12°C!) nicht stand und wir mussten mit Schlitten improvisieren. Also gabs eine Extra-Runde Schlittenfahren durch den Garten, bis wir endlich an der Eiche standen. Nach einigem Suchen wurde endlich eine Schatztruhe entdeckt.


Der Schatz wurde aufgeteilt und dafür hatte ich dann tatsächlich auch Tüten bereitgestellt ;-)
Als wir wieder drin waren, gabs natürlich auch Klassiker wie Topfschlagen oder Blinde Kuh. Notiz an mich: die Kinder werden tatsächlich von Jahr zu Jahr anspruchsvoller, was die Bespaßung angeht. Es ist immer gut, noch ein paar Spiele parat zu haben, die man zwischendurch aus dem Ärmel schütteln kann.

Nach dem Abendessen wurden die Gäste wieder abgeholt und wir waren total platt. Aber es hat sich gelohnt. Die Große war richtig glücklich.

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