Mittwoch, 1. Februar 2017

MeMadeMittwoch Nr. 67 in Esme

Das große Kind hat zum Geburtstag eine Kamera bekommen ...

Vielen Dank für Eure Kommentare von letztem Mittwoch! Ich konnte bisher gar nicht reagieren, denn ich war krank. Gar nicht so schlecht, dass ich den Beitrag schon am Dienstag vorbereitet hatte, denn ab Mittwoch ging hier gar nichts mehr. So platt war ich noch nie! Heute bin ich immer noch zu Hause, ab morgen hat mich der Alltag dann wieder.

... und hat mich quasi ...

Passend zum Wetter und zum Wohlbefinden kann ich euch heute meinen Esme-Cardigan zeigen. Ich bin ja, was so Schnittmuster-Wellen angeht, immer irgendwie außen vor. Esme war vor über einem Jahr eine derartige Welle. Als ich ein paar Tage vor der Annäherung erfuhr, dass ein Platz frei geworden war, wußte ich vor Schreck gar nicht, was ich nähen sollte. Der grau-pinke Strickstoff vom Maybachufer lag seit der Nähnerd-Klassenfahrt im November hier. Und ein Strickmantel sollte nicht so schwer zuzuschneiden sein. Denn das musste ich in dem ganzen Trubel des Umorganisierens ja auch noch.

... durch das Schneegestöber hindurch fotografiert :-)

Esme hat mich nicht enttäuscht! Einfach zuzuschneiden, zu nähen und passt durch die überschnittenen Schultern sowieso. Die Farben passen auch zu ganz vielem in meinem Kleiderschrank. Leider kratzt der Stoff ein wenig. Aber so zum über-alles-drüber-werfen ist die Jacke super und hält schön warm.


Ich habe die Taschen, so wie von Sylvia vorgemacht, an das obere Vorderteil drangeschnitten und den anderen Taschenteil aus einem Rest Futter zugeschnitten. Kann ich nur empfehlen, besonders bei so dickem Stoff.

Ich verlinke zum MeMadeMittwoch, wo Karin heute zum letzten Mal als Teammitglied schreibt. Vielen Dank, liebe Karin, für Deine Arbeit im Rahmen des MMM. Mir wird immer klarer, was für ein Mordsaufwand dahinter stecken muss!

Mittwoch, 25. Januar 2017

MeMadeMittwoch Nr. 66 im Rollkragenkleid

Mein Versuch, das letzte Licht einzufangen.
Heute trage ich Modell 113 aus der Burda 9/2016. Es sollte ein Herbstkleid werden. Im August habe ich es zugeschnitten und auf der AnNäherung im Januar endlich beendet. Eigentlich war es schon fertig, aber der Rollkragen war viel zu hoch und verursachte einen Giraffenhals. Einfach nach unten schieben oder umschlagen ging nicht, denn hinten ist ein Reissverschluss. In Bielefeld hatte ich endlich die Muse und die Zeit, diesen wieder rauszutrennen und nach Kürzung des Kragens um 3 cm wieder einzunähen.

Nachdem ich das sah, hab ich gleich ein Unterkleid druntergezogen;-)

Das waren nicht die einzigen Änderungen. Die Ärmel habe ich stark verschmälert und gekürzt (ansonsten Nachthemdverdacht!) und die Brustabnäher (nachträglich) verlegt. Mein Jersey ist zwar dünn, aber relativ stabil und nicht sehr elastisch. Wenn ich mir das Modell im Heft anschaue, wirkt es sehr viel fließender. Deshalb funktionieren dort wahrscheinlich die Ärmel besser. Allerdings kann ich es mir gar nicht gut vorstellen, so ein Modell mit Abnähern, Teilungsnähten und Reissverschluss, aus einem Flutsch-Stoff zu nähen. Mit diesem Stoff ist es aber eine gute Kombi und ich finde, es ist ein solides Alltagskleid daraus geworden.


Für die aktuellen Minusgrade brauche ich noch ein Jäckchen drüber, das habe ich aber vergessen, zu fotografieren. Ohne gefällt es mir auch besser. Als nächstes will ich versuchen, kleine Gürtelschlaufen anzubringen, denn mit einem kleinen Gürtelchen kann ich mir das Kleid auch gut vorstellen.

Hier kann man das Muster besser erkennen. Der Stoff ist irgendwie grau-mint.

Verlinkt beim MeMadeMittwoch, heute mit Dodo in Waxprint-Rock und Strickjäckchen.

Freitag, 13. Januar 2017

Rückblick 2016

Mir war schon klar, dass ich im letzten Jahr nicht soviel genäht habe, wie in den Jahren davor, besonders nicht für mich. Aber dass es soo wenig war, das hätte ich nicht gedacht. Für mich sind genau ein Kleid, eine kurze Hose und 3 Oberteile entstanden:


Das sind alles Teile, die ich sehr gern trage. Alle absichtlich etwas lässiger und passend zu meinem alten Job. Im neuen Job muss ich sie extrem auf Business stylen oder eben freitags tragen. Ich habe aktuell einen hohen Bedarf an Büro-Mode und würde gern mehr davon nähen. Meine Pläne für 2017 gehen also in diese Richtung. Klar ist aber auch, dass ich nicht plötzlich mehr Zeit zum Nähen haben werde. Ich werde also weiterhin abwarten und schauen müssen, ob sich irgendwann eine Gelegenheit zum Nähen findet. Ganz kurzfristig gibt es so eine Gelegenheit an diesem Wochenende. Ich bin zwar völlig unvorbereitet, freue mich aber schon riesig! Auch im März werde ich zum Nähen wegfahren, 2017 scheint toll zu werden!

Für die Kinder ist mehr entstanden. Leider hatte ich das Problem, dass irgendwie alle unsere Fotos von den ersten 3 Monaten 2016 von der Festplatte verschwunden sind, nicht nur die Klamottenfotos :-(

Gottseidank sind sie ja im Blog, ich brauchte nur etwas länger, um alles zusammenzusuchen:



So, jetzt muss ich schnell weg, sonst fährt der Zug ohne mich!

Dienstag, 27. Dezember 2016

Schnelle Fledermäuse

Ich habe doch keine Zeit :-P
In den letzten Wochen und Monaten kam ich weder zum Nähen noch zum Bloggen. Da aber natürlich trotzdem ab und zu was entstand, nur gerade nicht für mich, möchte ich die Sachen gern noch verbloggen. Denn mein Blog ist, wie für viele andere auch, für mich so eine Art Ablage zum Dokumentieren, Sortieren, Erinnern.

Am meisten haben mich in diesem Jahr fünf Kostüme blockiert, die ich für den Kinder- und Jugendzirkus genäht habe, in dem meine Tochter trainiert. Ich habe drei Meerjungfrauen genäht (für eine Kautschuk-Nummer) und je einmal Goldmarie und Pechmarie (Trapez). Leider sind die Lichtverhältnisse beim alljährlichen großen Weihnachtszirkus immer so schlecht, dass ich hier wirklich gar keine Fotos zeigen kann. Egal, ich bin einfach nur froh, dass ich es geschafft habe. Ich weiß, dass es viele gibt, die sagen, warum machst du sowas, bloß nicht für andere nähen. usw. Ich sage: Doch! Unbedingt! Weil ich diesen Zirkus einfach nur toll finde! Weil alles was dort geschieht, nur geschieht, weil sich die Kinder und Jugendlichen dafür einsetzen, einfach machen. Die Großen kümmern sich um die Kleinen, behinderte Kinder werden ganz selbverständlich integriert, Ferientrainingslager organisiert, usw. Und das allerbeste ist, jeder kann dort mitmachen, völlig egal ob groß oder klein, dick oder dünn, talentiert oder eben weniger. Die einzige Voraussetzung ist, dass man mitmachen möchte. Und da helfe ich wirklich gern. Nee, ich bin sogar froh, dass ich die Kinder unterstützen kann. So!



Ende Oktober haben wir meinen Geburtstag nachgefeiert und weil die Kinder schon immer mal richtig Halloween feiern wollten, war mein Vierzigster also eine Halloween-Party. Nun ja, es gibt Schlimmeres! Die Große wollte eine Fledermaus sein und die Kleine - na ratet mal! Da ich noch mit den Zirkuskostümen (s.o.) beschäftigt war, habe ich mich für ganz schnelle Kostüme nach dieser Anleitung entschieden. Damit es noch einfacher wird, habe ich schwarzen Badeanzug-Stoff verwendet, nicht super-billig, aber da brauchte ich mir keine Gedanken um offene Kanten machen. Und die Fledermäuse sind elastisch genug, um vielleicht noch ein Jahr länger mitzuwachsen. Auch die Ohren gingen mit Filz und Haarreifen ganz schnell. Die Kleine rannte die ganze Zeit mit den Worten "flieg, flieg" oder "flatter, flatter" durch die Gegend. Mein Kostüm war einfach mal gekauft.

Genießt die verbleibende Zeit zum Jahreswechsel! Das ist für mich die Zeit, wo ich endlich entspannen kann und die Augenringe langsam etwas dezenter werden:-)

Mittwoch, 2. November 2016

MeMadeMittwoch Nr. 65 - Das Mädchen mit dem Perlenohrring

Mit dem Mädchen mit dem Perlenohrring bin ich quasi aufgewachsen, ein Druck davon hing bei meinen Eltern im Wohnzimmer. Deshalb musste ich diesen Stoff unbedingt haben, als ich ihn sah. Obwohl er schwarz ist und ich doch kein schwarz mehr kaufe.



Das Finden eines geeigneten Schnittes und die Anordnung des Druckes darauf waren etwas schwieriger, ich bin aber mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mittig wollte ich den Druck nicht haben, das war mir irgendwie zu platt und hätte auch doof ausgesehen. Sylvia sagte sehr schön: "Die Formen deines Körpers würden ihr Gesicht zerstören". So an der Seite gefällt es mir viel besser. Dafür musste die linke Seitennaht weichen. Statt dessen hab ich hinten eine Naht eingefügt. Als das Shirt dann fertig war, war es viiiel zu weit und ich musste vorne auch noch eine Mittelnaht einfügen und vorn und hinten habe ich jeweils ca. 5 cm Weite rausgenommen.


Achso, der Schnitt, das war ein kostenloser aus dem Netz, nämlich das Mandy Boat Tee.

Jetzt geht's zum Me Made Mittwoch, heute mit Meike.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

MeMadeMittwoch Nr. 64 - in kurzer Hose

Schon seit Juli wollte ich mal eine Velara-Hose (von Schnittgeflüster) probe nähen. Ich wollte wissen, ob die auch für's Büro taugt oder ob es eben doch nur eine Gummizug-Hose ist. Allerdings hatte ich nur noch ein kleines Stück Schurwoll-Stoff in dunkelgrau von diesem Rock übrig. Also habe ich mir eine kurze Schurwoll-Hose genäht. Wie immer ist es schon eine Weile her, dass ich damit anfing und ich konnte mir die Kombi damals im Sommer nicht so richtig vorstellen. Aber es sollte ein Probehose werden, ohne Anspruch darauf, getragen zu werden.

Die Fotos hat übrigens meine Siebenjährige geschossen...

Als es Herbst wurde, kam ich an einem Schaufenster vorbei und sah drei Schaufenster-Puppen mit kurzen Wollhosen und Strumpfhosen. Na klar, dass ich daran nicht gedacht hatte (logisch, da war im Sommer nicht dran zu denken)! Also habe ich das probiert und es hat ganz gut funktioniert. Die Bilder sind von Sonntag, als ich meinen 5-Shades-of-Grau-Look erst mal probieren wollte.

Es ist nämlich so, dass ich seit ein paar Tagen in einer neuen Firma arbeite. Kleidungstechnisch das volle Kontrastprogramm zu vorher! Während man in der alten Firma wirklich grottenschlecht angezogen sein musste, um nicht aufzufallen, muss darf ich mir jetzt wieder mehr Mühe geben. Die neuen Sneakers kann ich jetzt erstmal wieder zu Hause lassen. Ich hätte große Lust, mir einige neue Büro-Outfits zu nähen, nur die Zeit ...

... mit der Bemerkung "Mama, deine Klamotten sehen heute so richtig doof aus!"

Das Shirt ist übrigens dieses hier und zu meiner Graue-Maus-Verkleidung trug ich noch einen grauen Mantel, meine pinke Handtasche und pinke Ohrringe. Ich denke, ich kann durchaus so ins Büro gehen, zumal es ja gar keine formalen Vorschriften gibt. Was meint Ihr?

Endlich bin ich auch ml wieder beim MeMadeMittwoch dabei!

Freitag, 30. September 2016

Ihre erste Schlafanzughose!

Letzte Gelegenheit, im September noch einen Post zu veröffentlichen! Ich nähe durchaus ab und zu, bringe aber irgendwie gerade nichts zu ende. Oder mache nur Murks. Da trifft es sich gut, dass ich euch heute mal etwas zeigen kann, das ich gar nicht selber genäht habe, sondern meine große Tochter. Ihr erstes selbstgenähtes Stück ist eine Schlafanzughose aus einem alten Bettbezug. Den hat sie selbst für ihr Projekt gewählt, weil der Stoff so schön weich ist. An den Ecken war er schon ganz dünn und löchrig, er wurde also oft benutzt und gewaschen.


Meine Große ist ja nicht gerade ein Nachwuchs-Handarbeits-Bastel-Talent. Ihr fehlt die Geduld, sie ist viel zu hektisch, weiß schon alles besser, bevor man es ihr gezeigt hat usw. Aber an der Nähmaschine wird sie ganz entspannt (ok, für uns alte Hasen ist das nichts Neues, aber ich wusste nicht, dass das auch bei Kindern funktioniert). Vor einem Jahr haben wir für Papas Geburtstag eine Girlande gemacht. Mit einem Stanzer große Kreise aus buntem Papier gestanzt und mit der Nähmaschine aneinander genäht. Das Nähen hat sie ganz allein übernommen. Da war sie zwar erst Sechs, aber ich hatte gar kein schlechtes Gefühl, ihr meine "gute" Maschine zu überlassen.


In den Sommerferien hatten wir zwei eine Woche lang gemeinsam frei und ich habe mir verschiedene Ideen zurechtgelegt, falls Langeweile aufkommt. Da haben wir die Hose begonnen. Den Schnitt hatte ich vorher kopiert und auf den Stoff gesteckt (mit Stecknadeln steht sie noch auf Kriegsfuß). Sie hat abgemalt, zugeschnitten und dann die von mir gesteckten Teile mit der Overlock genäht. Dazu haben wir ein Fußbänkchen unter das Pedal gestellt und sie hatte es erstaunlich schnell raus, die Geschwindigkeit zu kontrollieren.

Der Schnitt ist B1665b aus der B*Trendy #7. Der Bund/Tunnel für den Gummi wird auch mit der Overlock angenäht, also nicht umgeklappt und festgesteppt. Das hielt ich für einfacher. So brauchten wir keine Nähmaschine, auch die Hosensäume sind nur versäubert. Die Hose lag bis vor zwei Wochen rum, obwohl nur noch der Gummi und die Hosensäume fehlten. Jetzt wird sie regelmäßig getragen.

Wir sind beide mächtig stolz ;-)


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